Wo gehört der Sattel hin? Die Anatomie des Pferderückens sagt es uns!

Shownotes

Ein passender Sattel ist die Grundlage für ein gesundes und möglichst schmerzfreies Reitpferd. Doch wo darf ein Sattel überhaupt liegen? Wie viel Platz braucht das Schulterblatt? Und weshalb ist die Länge des Sattels so entscheidend?

In dieser Folge von «Bellen, Bocken, Beißen» schauen wir uns die anatomischen Voraussetzungen für eine korrekte Sattellage an. Denn unabhängig davon, ob Isländer, Warmblüter oder Westernpferd: Die Anatomie gibt vor, wo der Sattel liegen darf und wo nicht.

Wir sprechen über die Rippenbögen als tragende Auflagefläche, die Bedeutung der Widerristfreiheit, die Bewegung des Schulterblatts und die Grenzen der Sattellage im Bereich der Lendenwirbelsäule. Auch die unterschiedlichen Sattelgurtungen und ihre anatomischen Besonderheiten kommen zur Sprache.

Ausserdem zeige ich dir einfache Möglichkeiten, wie du die Lage deines eigenen Sattels überprüfen und mögliche Druckstellen erkennen kannst.

Diese Folge ersetzt keine professionelle Sattelanpassung, hilft dir aber, die anatomischen Grundlagen besser zu verstehen und bei der nächsten Sattelkontrolle genauer hinzuschauen.

Transkript anzeigen

00:00:01: Willkommen bei Bellenbocken-Weißen, dem tierärztlichen Podcast und um die Themen Bewegungsapparat, Schmerzfreiheit und Verhaltensmedizin.

00:00:11: Mein Name ist Lisa Leuthardt, ich bin Tierärztin und seit fünfzehn Jahren in eigener Tierarztpraxis selbstständig in der Schweiz mit den Schwerpunkten Chiropraktik, Akkupunktur, Schmertbehandlung und Verhältnismedizin.

00:00:26: In diesem Podcast geht es darum Tiere besser zu verstehen und sie durch passende Bewegung, Ernährung und Beschäftigung körperlich und geistig fit zu halten.

00:00:36: Damit wohlbefinden nicht dem Zufall überlassen ist!

00:00:40: In der heutigen Folge geht es um das Thema Sattel – Das Verbindungsglied zwischen Reiter und Pferd Und...das ist oftmals ein sehr leidiges Thema.

00:00:49: Ich war nicht schon selten im Stall und die Leute erzählten mir Ja ich hab drei Marsettel dort liegen Aber so richtig passend tut nichts ideal Und das ist natürlich sehr traurig.

00:01:01: Ich möchte in dieser Folge heute beleuchten, was sind die anatomischen Grundvoraussetzungen für das Pferd?

00:01:07: Wo können wir überhaupt einen Sattel hinlegen und wohin?

00:01:10: auf gar keinen Fall?

00:01:12: Das sind wie so Naturgesetze, die gegeben sind.

00:01:15: Das kommt nicht drauf an ob es ein Isländer ist, ein Warenblüter, ein Vollblüther oder ein Westerngerittenes Pferde.

00:01:23: Was sagt uns die Anatomie des Pferdes?

00:01:28: tragenden Tier?

00:01:29: und wo können wir den Sattel überhaupt hinlegen?

00:01:32: Und wo?

00:01:33: auf gar keinen Fall.

00:01:34: Herzlich willkommen zur neuen Folge!

00:01:37: Ja, wo sollte der Sattell liegen?

00:01:39: Das ist scheinbar eine recht komplizierte Frage – wenn wir uns aber die Anatomie des Pferdes angucken, dann gibt Das fährt eigentlich eine gewisse Auflagefläche vor.

00:01:51: Und das schauen wir uns heute an!

00:01:53: Also die ganz simple Antwort ist, der Sattel sollte auf den Rippenbögen liegen und die Rippe sind ja auf der Höhe der Brustwirbel und auch gelenkig mit den Brust-Wirbeln verbunden.

00:02:06: Das heißt, wir befinden uns im Bereich des Brustkorbes des Pferdes oder auf Schlau gesagt der Torax Und wenn die Brustwirbel aufhören und dann entsprechend auch die Rippen, dann schließen sich danach die Lendenwirbel an.

00:02:21: Dort ist keine Sattellage mehr.

00:02:23: Es kann mal vorkommen dass dort noch ein Nichtgewicht tragender Teil des Sattels oder der Satteldecke ist aber... ...der gewichtstragende Teil ist wirklich im Bereich der Brustwirbelsäule Punkt!

00:02:37: Und das können wir wirklich erstmal lange stehen lassen.

00:02:40: Und diesen Punkt, den sollten wir schon mal als erstes beachten und ich habe gesagt der Sattel sollte auf dem Rippenbögen liegen.

00:02:49: also wenn man sich jetzt vorstellt ein Pferd von oben betrachtet wie so aus einer Drohnenansicht es guckt nach vorne und wir schauen auf den Rücken dann haben wir diesen Prominenten Widerrist der aus nichts anderem besteht als den lang geraden fortsetzen Der Brustwirbelsäule, der vorderen Brustwirbelsäul.

00:03:07: Und seitlich links und rechts sehen wir die Rippen.

00:03:12: Diese Rippe machen einen Bogen.

00:03:14: Oben haben sie eine relativ gerade Fläche und dann machen sie wie so ein runden Knick zur Seite.

00:03:24: Dort oben auf diesem Bogen!

00:03:26: Da kann ein Sattel liegen.

00:03:28: Und da ist jedes Pferd etwas anders, also manche haben einen steileren Rippenbogen, manche einen breiteren und das kommt natürlich total auf das Typpferd an.

00:03:38: Und ganz grob gesagt umso größer dieser Rippembogen ist, umso mehr Fläche haben wir und um so mehr Platz haben wir ein Sättel zu platzieren.

00:03:48: Das bedeutet auch kleines Pferд nicht so viel Platz?

00:03:52: größeres Pferd, deutlich mehr Platz.

00:03:54: Aber die individuelle Anatomie dieses Pferdes entscheidet natürlich dann auch noch mal.

00:04:00: Also so gibt es auch kleinere Pferde mit einem relativ großen Rippenbogen oder Pferden wo der Torax also der Brustkorb weit beim Rumpf nach hinten reicht und da haben wir ein bisschen mehr Fläche.

00:04:13: aber Weder ich noch der Sattler denkt sich aus, wo möchte ich denn den Sattel jetzt hinlegen?

00:04:20: Sondern wir schauen die Anatomie des Pferdes an.

00:04:23: Und die gibt uns das vor.

00:04:25: Das kann man auch super gut abtasten, also man kann die Rippen ertasten.

00:04:29: Wenn man sie gar nicht mehr ertastet, dann haben wir vielleicht noch ein anderes Problem.

00:04:34: Aufgrund diesen Rippe ertassten können wir also schon mal festlegen wo darf der Sattel liegen?

00:04:40: Also einerseits eine Begrenzung zur Seite, dass wer dort, wo dieser Winkel des Rippembogens ist, also dort, horizontalen, nahezu horizontalen Linie sozusagen in diesen Bogen macht fast nur in sich grad und dann die Rippen nach unten Richtung Brustbein führen.

00:05:03: Und wir wollen nicht dass das Sattelkissen über diese Kante nenn ich jetzt mal des Rippembogens hinaus liegt weil es gibt Druck.

00:05:10: Das heißt also wirklich dort die Fläche ist vom Pferd gegeben.

00:05:14: Dann haben wir eine Begrenzung nach hinten.

00:05:17: Das heißt, dort wo noch Rippen sind dürfen wir Sattel hinlegen.

00:05:22: Dort wo keine Rippe mehr sind sind seitliche Fortsätze der Lendenwirbel und da legen wir auf gar keinen Fall einen Sattell drauf.

00:05:32: das begünstigt nämlich Arthrose und das wollen wir natürlich nicht und deshalb ist die Begrenzung nach hinten also Schweifwert sozusagen Brustkorbis.

00:05:48: Und die letzten Rippen, die nennt man auch Atmungsrippen weil diese nicht mehr verbunden sind unten mit dem Brustbein das heißt sie sind viel labiler.

00:06:01: Also im Idealfall haben wir wirklich nur so bis zur sechzehnten von achtzehn Rippen den Sattel aufliegen.

00:06:08: Das ist manchmal wirklich schwierig, wenn wir einen kurzen Rücken haben.

00:06:11: Der Schwerpunkt ist auch noch etwas weiter vorne aber mega mega mega wichtig ist im Bereich der Lendenwirbelsäule keine gewichtstragenden Strukturen mehr und das ist etwas!

00:06:24: Wenn wir das schon mal beachten dann haben wir schon einiges gut gemacht oder umgekehrt ausgedrückt Früher würde ich meinen, sind sicher fünfzig Prozent der Settel von dem ausgeschieden.

00:06:34: Außer es war ein wirklich großes Pferd.

00:06:36: also ich finde dass man da heute zum Teil etwas besser drauf schaut.

00:06:41: und dann haben wir natürlich auch noch eine Begrenzung nach vorne.

00:06:45: Vorne haben wir diesen Widerriss den habe schon angesprochen.

00:06:48: Der besteht daraus das die Brustwirbel einen sehr hohen Fortsatz nach oben haben den auf schlau gesagt Prozessus, Spinosus.

00:06:58: Und diese Prozesse – also das sind mehrere von diesen Fortsätzen – die bilden gemeinsam den Widerrist.

00:07:05: Der steht bei manchen Pferden sehr prominent vor und bei anderen Pferde ist er weniger steil und mehr eingebettet.

00:07:13: Und definitiv darf der Sattel nicht aufliegen auf dem Widerist!

00:07:17: Also wenn ihr die Hand keinen Fall eingekwetscht werden.

00:07:26: Und wenn diese Hand eingequetscht wird, dann könnt ihr auch davon ausgehen dass der Wiederrest eingequetzt wird.

00:07:31: und was sich immer mal lohnt ist den Sattel dem man einfach aufs Pferd liegt noch im unangegurteten Zustand Mit der anderen Hand ganz leicht zu beschweren.

00:07:42: Und ihr könnt euch vorstellen, das entspricht noch nicht Angurten und es entspürt auch noch nicht dem Reitergewicht.

00:07:48: aber ihr simuliert mal leichten Druck von oben und schaut ob ihr das an eurer anderen Hand am Widerrist merkt, ob der Sattel da bereits aufliegt und ob er vielleicht drückt.

00:07:58: Dann könnt ihr den Sattell auch ein bisschen nach links und rechts ziehen.

00:08:01: Das simulierte so ganz leicht eine Kurve und auch dort darf der Sättel am Widersit nicht drücken.

00:08:08: Also wichtig ist, dass der Sattelbaum, der im Inneren des Sattels ist, den ihr so nicht blanko seht, den man nur erahnen kann.

00:08:17: Dass dieser Baum dem Schwung des Pferdes entspricht also gerader Rücken geradeer Baum viel Schwung im Rücken Schwungvoller Baum.

00:08:28: Das ist der Job des Sattlers und würde hier zu weit führen, aber das ist erst mal ziemlich gegeben auch von der Anatomie.

00:08:36: Wichtig ist aber dass sie überprüft, dass der Sattel am Wiederrist nicht aufliegt!

00:08:41: Und dann müssen wir uns jetzt überlegen wie weit nach vorne oder hinten legen wir diesen Satteln?

00:08:47: Und da gibt es viele Müten, auch Streit verschiedene Meinungen und ich würde auch da wieder meinen lasst uns doch mal die Anatomie anschauen.

00:08:58: Am Vorderbein der oberste Knochen.

00:09:00: das ist das Schulterblattyscapulae und die macht eine große Bewegung wenn das Pferd sich vorwärts bewegt.

00:09:07: Die mit ihrem unteren Teil kippt sie wie nach vorne und mit ihrem oberen Teil nach hinten.

00:09:14: Das ist eine ziemlich große Bewegung.

00:09:16: D.h.,

00:09:16: das Schulterblatt in der Bewegung macht so einen großen Radius, dass Schulter blatt und Sattel immer in Kontakt kommen – immer!

00:09:25: Und wir können gar nicht so weit hinten satteln, dass Schulterblat und Sattle nicht in Kontakt kommt.

00:09:31: Dann müsste ich wirklich meinen Sattl schon Richtung Hüfte sozusagen legen oder Richtung Becken.

00:09:39: Und dann befinden wir uns definitiv nicht mehr... im Bereich der Sattellage.

00:09:45: Und was heißt das nun?

00:09:48: Schulterblatt und Sattel kommen in Kontakt, wir können nicht so weit hinten satteln dass es nicht passiert.

00:09:54: wie stelle ich jetzt also einen netten oder einen guten Kontakt her?

00:09:58: Das Schulter Blatt muss unter den Sattl rotieren können, das geht überhaupt nicht anders weil da einfach eine große Bewegung ist.

00:10:07: Wie kann das passieren?

00:10:10: wenn wir ein passendes Kopfeisen haben, dass dem Winkel des Schulterblattes das Pferdes entspricht.

00:10:18: Dass die Länge passt – alles das macht einen geschulter Sattler!

00:10:23: Und auch die Polsterung und der Koppfeisenwinkel stimmt.

00:10:27: Kopf-Eisen-Winkel ist etwas ganz, ganz Wichtiges.

00:10:30: Das bedeutet, Und der Winkel vom Kopf-Eisen einander entsprechen.

00:10:39: Also natürlich sollte sich das Kopf-eisen dem Schulterblattwinkel anpassen, wenn es umgekehrt ist dann haben wir auch einen Problem.

00:10:47: also wie bei uns auch.

00:10:49: Wenn meine Füße sich den Schuhn anpassen müssen, wenn ich eine vierzeh Kap und ich ziehe sechsund dreißig an Das wird sehr schmerzhaft und so ähnlich kann man sich das beim Sattel auch vorstellen.

00:11:00: Und auch hier könnt ihr wieder überprüfen, wenn ihr den Sattel auf das Pferd legt und wenn ihr die vordere Kontur des Sattels habt.

00:11:10: Ihr seid auf Wiederrüsthöhe und rutscht mit eurer Hand von oben nach unten.

00:11:15: Dann lasst ihr mal die Hand unter dem Satteln und hebt den Vorderhof auf der Seite wo er das überprüft auf.

00:11:22: Da macht ihr schonmal eine kleine Bewegung im Vorderbein – die ist nicht riesig!

00:11:26: Die ist nur halt im Stand simuliert.

00:11:28: Und das Schulterblatt macht aber schon mal diese Bewegung, dass es den unteren Teil nach vorne und den oberen Teiln nach hinten bewegt.

00:11:35: Also der Schulter-Blatt kommt euch entgegen!

00:11:38: Und ihr werdet das merken.

00:11:39: also wenn die Hand unterm Sattel ist, merkt ihr wie euch dieses Schulter Blatt entgegentkommt.

00:11:44: Das sollte sehr angenehm möglich sein.

00:11:46: Wir sprechen ja immer noch von dem nur aufgelegten Sattl ohne Reitergewicht, ohne Satteln.

00:11:51: gut... ...und eure Hand sollte dort Platz haben.

00:11:55: Wenn eure Hand direkt rausgespickt wird oder das wahnsinnig schmerzhaft ist, weil eurer Hand eingeklemmt wird dann würde ich das überprüfen lassen.

00:12:03: Dann ist da schon ein deutlicher Hinweis dass es auch fürs Pferd in einer höheren Geschwindigkeit zu eng sein könnte.

00:12:11: Also wir haben gesagt der Satt liegt auf den Rippenbögen Er liegt so, dass er nicht auf dem Widerrist aufliegt.

00:12:20: Wir haben nach hinten die Begrenzung spätestens Ende Brustkorb muss der Sattel stoppen und nach vorne müssen wir den Sattl so passend haben, dass das Schulterblatt darunter rotieren kann.

00:12:35: Das sagt noch nicht unbedingt auf welcher Höhe der Sättel jetzt liegt!

00:12:40: Da gibt es auch wieder ein paar Streits.

00:12:42: zum Beispiel die Isländerreiter sagen dann der Settel muss weiter hinten liegen damit das Pferd die Bewegung entwickeln kann

00:12:50: usw.,

00:12:51: da gibt es wirklich schon Forschungen wie dagegen spricht.

00:12:54: Und ich würde wirklich immer, immer sagen, wir schauen uns die Anatomie an und wir fragen das Pferd.

00:12:59: Und man kann sogar den Sattel in seinen doch sehr toten Gegenstand fragen was sehr auffällig ist wenn man die Sättel sehr weit nach hinten legt dass sie einfach wieder nach vorne rutschen.

00:13:10: es gibt sowas wie eine natürliche Sattellage Wenn man von dem sprechen kann da reiten ja nicht ganz natürlich.

00:13:18: eigentlich ist aber wenn man den Sattle nimmt vorsichtigen Schwung von vorne nach hinten schiebt, gibt es in der Regel wenn das Sattel gut liegt so wie eine Fläche wo der Sattell liegen bleibt.

00:13:31: Und wenn wir den Sattl deutlich darüber hinaus nach hinten Schicken sage ich mal zehn Zentimeter dann neigt der Sattle in der regel beim Reiten auch dazu wieder nach vorn rutschen zu wollen weil er wirklich nicht am richtigen Punkt liegt und dass vor den Schwerpunkten auch nicht hinkommt.

00:13:45: Grob gesagt kann man auch den Sättelgurt als Anhaltspunkt nehmen Dass man hinter dem Elmbogen eine Handbreite platzert, bevor der Sattelgurt beginnt.

00:13:59: Da kommt aber hinzu das setzt voraus dass die Strippen für den Sattellgurt an der richtigen Stelle montiert sind.

00:14:07: also ich gehe jetzt mal davon aus ihr habt ein sehr gut angepassten Sattl und ihr wollt jetzt nur die Lage überprüfen dann könnte da es noch ein Faktor sein.

00:14:16: Das ist jetzt alles ultra grob gesprochen.

00:14:19: Natürlich muss man das viel mehr im Detail angucken und da sollte der Sattler oder die Sattlerin eures Vertrauens natürlich machen, ich spreche hier erstmal nur über anatomische Grundvoraussetzung.

00:14:32: Ja und dann habe ich gerade schon das Thema Sattelgurt angesprochen.

00:14:35: es gibt Sättel mit Langgurtung und es gibt settel mit Kurzgurtunk und grundsätzlich kommen alle in Frage Was man allgemein sagen kann, dass die Langgurtung für die Pferde in der Regel etwas angenehmer ist und auch der Anatomie etwas besser entspricht.

00:14:54: Weil wenn wir einen Kurzgurt haben dann in der Regel relativ weit unten an der Brust und dort haben wir noch verschiedene kleine Muskeln, also quasi Übergänge.

00:15:08: Wir haben ein Gebiet was sehr stark innerviert ist mit Nerven versorgt ist und es ist deutlich empfindlicher dort unten.

00:15:17: Auch der Magen ist deutlich näher.

00:15:20: Und gerade bei Pferden mit Magengeschwöhlen merkt man oft, dass die viel, viel wohler sind wenn sie überhaupt geritten werden Wenn die eine Langgurtung haben Also wenn wir den schnallen Bereich weit weg von der Brust haben also möglichst weit oben am Rumpf.

00:15:36: Das heißt aber nicht das es keine Kurzgurte geben darf.

00:15:39: das ist nur so sehr allgemein gesprochen und Bei den heutigen Trossursätteln haben wir er in der Regel zu achtundneunzig Prozent wirklich Kurzgurtung.

00:15:48: Und wir sollten ein Sattelgurt wählen, und das ist bei der Kurzgürtung sehr wichtig – der möglichst langen ist!

00:15:55: Also nicht dass er so gerade in die ersten Löcher passt sondern im angegurteten Zustand so nah wie möglich am Satteln damit wir eben dieser Problematik schon bisschen aus dem Weg gehen also diesen sehr empfindlichen Bereich nahe der Brust.

00:16:11: So gut wie es geht aussparen.

00:16:13: Und dann gibt es halt noch verschiedene Formen des Sattelgurtes und das entspricht auch wiederum der Anatomie.

00:16:20: Natürlich kann man sagen, umso mehr Auflagefläche, um so mehr wird der Druck verteilt – da stimmt!

00:16:25: Aber dass ist nicht unbedingt für jedes Pferd angenehmer.

00:16:28: Ich glaube, das kann man auch wieder gut mit einem Schufer gleichen.

00:16:32: Wir wissen auch von der Theorie her was wir wann brauchen, wann es mehr Druck angenehm, wann weniger.

00:16:39: also beispielsweise... Wenn ich nur in den Garten laufe, dann ist es total angenehm.

00:16:44: Ich steige in die Crocs rein und sie sind locker und weich aber mit denen möchte ich auf gar keinen Fall wandern gehen.

00:16:50: Und so wissen wir das von der Theorie natürlich für die Pferde auch.

00:16:53: also wir wollen eine gute Druckverteilung haben.

00:16:56: Aber ich würde nicht per se sagen immer deutlich mehr Fläche ist immer angenehmer.

00:17:00: Das muss man auch ein bisschen austesten.

00:17:02: Wichtig ist dass es genügend Ellenbogenfreiheit gibt Dass das Pferd nicht während der Bewegung mit dem Ellenboggen gegen den Sattelgurt stößt und eine gute Unterstützung am Brustbein.

00:17:13: Und es gibt auch, je nach Körperform des Pferdes, solch Gurte zum Beispiel die Mondgurte, die dann wirklich nochmal ein bisschen mehr unterstützen beziehungsweise die Ellenbogen schön ausschneiden und dann am Brussbein weiter nach vorne reichen damit man wirklich viel Fläche hat das nicht zu punktuell ist und trotzdem berücksichtigt dass nichts verdrückt wird.

00:17:38: Ja und das bedeutet alles noch nicht, dass wir den perfekten Sattel haben.

00:17:42: Aber das sind alles Grundvoraussetzungen!

00:17:45: Und hier spreche ich wirklich von jedem Pferd.

00:17:48: Also es ist mir völlig egal ob das Pferde Metergroßes oder Meter-Achzig, Ob das Western geritten wird oder Englisch, ob das ein Isländer ist oder ein Vollblüter.

00:17:58: Das sind die anatomischen Grundvaraussetzung und die müssen wir einhalten.

00:18:03: geht es eigentlich erst richtig los und das ist natürlich immer noch wichtig, dass man sich das Ganze am Pferd anguckt.

00:18:09: Aber an diesen Punkten schon scheitern – ich glaube dann brauchen wir den Rest gar nicht so groß angucken.

00:18:16: also wenn der Sattel bis auf auf die seitlichen Fortsätze des dritten Ländenwirbels ragen, dann brauchen wir noch nicht so fest über das Füllmaterial diskutieren.

00:18:26: Sondern es ist so lang!

00:18:28: Das fördert Arthrose und schmerzhaft.

00:18:31: Man sagt auch etwas lustig da hinten sind die Bockpunkte.

00:18:35: Es gibt Pferde, die quittieren das gerade wenn der Sattel soweit hinten liegt Und oftmals ist der Schwerpunkt viel zu weit hinten Wenn der Reiter nach hinten kippt.

00:18:46: Manchmal staunt man mit was für Sachen die Pferde trotzdem laufen.

00:18:51: Also checkt mal euren Sattel durch, holt euch eine gute Fachperson dazu und wenn ihr mögt könnt ihr mit Kreidemal den Bereich aufmalen an eurem Pferd wo der Sattell liegen darf.

00:19:03: Und manchmal ist man verwundert wie groß dieser Bereich doch ist und dass man ihn wirklich gut nutzen sollte.

00:19:08: Wenn man große Auflagefläche hat und wenn er ein kleineres Pferrd hat oder bei gewissen Rassen Dann ist es mal herausfordernder und dann muss man etwas geschickter bei der Sattelwahl sein, dass man diesen Umständen Sorge tragen kann.

00:19:25: In diesem Sinne viel Freude beim Satteln und einen guten Galopp!

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